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Bücher

Kaffee – Eine Geschichte von Genuss und Gewalt. So heißt das neueste Buch von Toni Keppeler, Laura Nadolski und Cecibel Romero, eine Gemeinschaftsproduktion von Latinomedia. In jeder guten Buchhandlung oder direkt beim Rotpunktverlag. Es erklärt die verschiedenen Methoden, Kaffee anzubauen und aufzubereiten mit allen damit verbundenen Gefahren für die Umwelt. Es zeigt, wie die Produktion der Bohnen zum Klimawandel beigetragen hat und warum sie nun von ihm bedroht wird. Es erzählt die Geschichte der Ausbreitung des Kaffees von seinen Anfängen als wilder Waldkaffee in Äthiopien, seinem Weg über die arabische Welt nach Asien und übers Meer nach Lateinamerika, der heute bei weitem wichtigsten Anbauregion. Diese Geschichte war immer auch eine Geschichte des Kahlschlags von Regenwäldern, der Zwangsarbeit und der Sklaverei, des ungezügelten Kapitalismus und der Gewalt bis hin zum Völkermord. Auf vielen Plantagen gilt noch heute, was man in Lateinamerika sagt: Kaffee wird auf Armut angebaut. Das muss nicht so sein. Das Buch zeigt auch, dass es möglich ist, umwelt- und sozialverträglichen Kaffee zu produzieren. Der ist in aller Regel viel besser als die unter menschenverachtenden Bedingungen produzierte Massenware. Die Autoren können für Veranstaltungen angefragt werden.

Toni Keppeler wird das Buch am Samstag, 29. Juni, um 15 Uhr im Kaffeelädle von Dona Sá in Tübingen, Sigwartstraße 20, vorstellen.